Der Verein

Sind die „Taubenväter“ ein Verein für Taubenzüchter oder Gehörlose?

Vom Vereinsnamen her wird häufig ein solcher Zusammenhang vermutet, da  die eigentliche Zielsetzung der Organisation daraus nicht  ohne weiters abgeleitet werden kann. In Gevelsberg und auch überregional sind die „Taubenväter“ durch ihr soziales Engagement vielen Menschen bekannt. Für jene, die diesbezüglich Erklärungsbedarf haben, folgt nachstehend eine Darstellung des Vereines:

„Frieden und Eintracht stiften“ titelte die Westfalenpost in ihrer Ausgabe vom 13. Oktober 1987 den Bericht zum ersten Stiftungsfest der Taubenväter. Noch war der Erklärungsbedarf gegenüber der Öffentlichkeit groß, den Namen und die Zielsetzung betreffend. Denn mit Tauben haben die Taubenväter nur insofern etwas zu tun, als sie den Vogel als ihr Friedenssymbol sehen und zur Grundmaxime ihres Handels machen.

Schnell hatte die Öffentlichkeit gemerkt, dass die Bezeichnung „Taubenväter“ synonym steht für „Menschen helfen Menschen“. Jeder konnte sich vom ersten Jahr des Bestehens an davon überzeugen, dass eingesammelte Gelder ohne jegliche Kosten für Verwaltung, also in voller Höhe, an die Bedürftigen ausgeschüttet wurden.

Was in 1986 als Initiative einiger Enthusiasten begonnen hatte, entwickelte sich über die Jahre hinweg zu einer allseits anerkannten wohltätigen Organisation, die einen festen Platz auf dem  regionalen karitativen Sektor einnimmt. Insbesondere dort, wo städtische Gelder ausgeschöpft sind.

Die „Taubenväter“ erwirtschafteten Gelder aus Verkaufsständen zum Quellenfest und zum Weihnachtsmarkt. Eine Vielzahl von Aktionen wurde durchgeführt, um Jahr für Jahr den Spenden-Ausschüttungs-Topf zu füllen.  Hierzu zählt auch das mittlerweile traditionelle Sommerfest der „Taubenväter“.

Der Verein ist generations- und konfessionsübergreifend sowie multikulturell orientiert. Jährlich erfolgen Ausschüttungen an alle Gevelsberger Kindergärten, an regionale karikative Organisationen, Förderschulen, Stiftungen und Hospize. Auch an Tierheime erfolgen Zuwendungen.

Auch überregional werden die „Taubenväter“ aktiv tätig. Sei es zur Unterstützung der Kinder-Krebshilfe über den mehrfachen Gevelsberger Radweltmeister Klaus-Peter Thaler oder immer dann, wenn Menschen unverschuldet in Not geraten sind und dringend Hilfe benötigen.

Mit der Hilfe und Unterstützung von Sponsoren wird  seit 1994 alljährlich ein „Seniorenfest“ veranstaltet, wobei während eines bunten Nachmittags für ältere Menschen Brücken zu den meist jungen ehrenamtlichen Akteuren geschlagen werden, die häufig langfristigen Charakter haben.

Über die außergewöhnlichen Aktivitäten der „Taubenväter“ wurde zunächst in der regionalen und überregionalen Presse berichtet. Angesichts der zunehmenden

Bekanntheit hinsichtlich abzugsloser Zuführung der eingenommenen Gelder an wohltätige und gemeinnützige Zwecke fand der Verein auch Eingang in die Berichterstattung von Funk und Fernsehen.

Die Spendenbereitschaft von Privat- und Geschäftsleuten ist, auch mit Blick auf die Möglichkeit der steuerlichen Geltendmachung,   sukzessive und adäquat

„mitgewachsen“ und hat die „Taubenväter“ bis dato in die glückliche Lage gebracht, auch in schwierigen Zeiten namhafte Beträge ausschütten zu können.

Eine Anzahl von Mitmenschen bleibt über deren Ableben hinaus den Maximen des Vereins in der Weise verbunden, dass sie anstatt der zugedachten Blumen und Kränze um eine Spende für die „Taubenväter“ bitten. Selbstverständlich erhalten auf Wunsch die Spendenden eine steuerrelevante Bestätigung.

Die Anerkennung der erarbeiteten Verdienste um Linderung von Not und Hilfe bei Bedürftigkeit reflektiert in den Beiträgen von Honoratioren  in den Jubiläumsschriften des Vereines, zuletzt zum 20-jährigen Bestehen der „Taubenväter“ in 2006.

Am 28. Mai 2011 haben die „Taubenväter“ eine weitere Bilanz der guten Taten anlässlich ihrer großen Gala zu ihrem 25-jährigen Bestehen in der Halle West in Gevelsberg vorgelegt. Namhafte Künstler, bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen wirkten zu diesem Jubiläum mit und machten es zu einem herausragenden  Ereignis in der Region.